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507 Jahre Conquista
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Zum 12. Oktober 1999 halten wir fest:
- Der Leidensweg der amerikanisch/indianischen Völker in Lateinamerika
ist auch im 507. Jahr seit der Ankunft der Spanier in der Neuen Welt noch
nicht zu Ende. - Bei den wiederholten Interventionen standen nie Völker-
oder Menschenrechte im Vordergrund, sondern immer hand- feste Rohstoff-,
Ausbeutungs- und Kapitalinteressen. - Diese höher gestellten Interessen
kennen keine Grenzen, und die Drahtzieher sowie Nutzniesser sitzen denn
auch in den Metropolen der westlichen Welt. - Fast alle der sich dagegen
auflehnenden Selbstbestimmungsbewegungen sind «im Blut ertränkt»
worden (Pinochet), ohne dass die Mörder zur Rechenschaft gezogen worden
wären.
. . . und kein Ende?!
Selbst nach dem Wegfall der Systemkonfrontation - oftmals billiger
Vorwand zur Abwürgung von Befreiungsbewegungen - wird dem zentral-
und südamerikanischen Kontinent keine Demokratiedividende gewährt,
sondern erst recht und still-schweigend als «Hinterhof-Domäne»
dem selbsternannten Weltpolizisten USA überlassen. Immer dort, wo
sich grundsätzlicher Widerstand regt, wird er mit brutaler Gewalt
unterdrückt.
Die USA bereiten zurzeit eine weitere Intervention vor: Kolumbien
Die Fakten:
- In diesem rohstoffreichen und strategisch wichtigen Land (Zugang
zu Atlantik und Pazifik) haben sich die Regierungen als unfähig erwiesen,
den legitimen Hoffnungen der Bevölkerung auf eine verbesserte Lebensperspektive
Rechnung zu tragen. - Kolumbien ist der 3. grösste Waffenhilfeempfänger
aus den USA - Zur Aufstandsbekämpfung sind in Kolumbien schon längere
Zeit US-Militärberater tätig - Unter dem Vorwand der Drogenbekämpfung
ist bereits eine 1000-köpfige Spezialeinheit bewaffnet und trainiert
worden - Der Regierung Pastrana soll eine zusätzliche Finanzspritze
von 1500 Millionen Dollar zugesprochen werden, um unter dem Deckmantel
der Drogenbekämpung die Protest- und Auftstandsbewegung zu unterdrücken.
- Mit einer gezielt angelegten Medienkampagne wird die Situation in Kolumbien
als Gefahr für die ganze Hemisphäre hochstilisiert. - Die Regierungen
der Nachbarländer Peru und Ecuador werden zu Interventionen im Grenzbereich
angestachelt, während gleichzeitig der neue Regierung Chavez in Venezuela
«Untätigkeit» vorgeworfen wird.
Wie die vergangenen Jahre gezeigt haben, dienen diese Mittel einzig
und allein dazu, gegen die Bevölkerung vorzugehen:
- Bereits sind über 30000 Angehörige von legalen Organisationen
ermordet worden - Militärs und Todesschweadrone gehen gezielt gegen
Exponenten der Volksorganisationen, Parteien, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen
vor - Die Arbeitslosigkeit steigt, Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen
sind marode, Zehntausende Menschen sind auf der Flucht
Einziger Schutz bietet die organisierte Selbstverteidigung!
- Mit einem ausserordentlich gut befolgten Generalstreik haben am
31. August 1999 die Beschäftigten ihren Forderungen Nachdruck verliehen.
- Die bewaffneten Selbstverteidigungsorganisationen FARC-EP und ELN sind
in 50% des Landes in der Lage, der Bevölkerung einen grösstmöglichen
Schutz vor weiteren Übergriffen zu gewähren. - Sie als sogenannte
«Narco-Guerilla» zu verunglimpfen zeigt nur die doppelbödige
Moral der USA, denn die Konsumenten und Profiteure sitzen in den Vereinigten
Staaten, die Bauern in Kolumbien haben sich lediglich der Logik des Marktes
gebeugt. Die FARC hat - als einzige Kraft im Land - einen Alternativplan
vorgelegt, wie die Campesinos zu Land (Agrarreform) und zu einem würdigen
Einkommen glangen könnten ohne Coca. - Die Verhandlungen über
eine Friedenslösung zwischen Regierung und FARC-EP bieten einen letzten
Hoffnungsschimmer und die einzige Alternative vor einer Eskalation.
Spätestens nach der direkten militärischen Intervention (aus
der Luft) in Serbien/Kosovo und dem demonstrativen Abseitsstehen der NATO
in Osttimor ist klar geworden: Es geht den US-Strategen nicht um Menschenrechte
und Verbesserung der sozialen Verhältnisse, sondern um nackte Kapitalinteressen
und Weltmachtansprüche!
Keine «Pax americana» für Kolumbien
¡Widerstand ist berechtigt!
Unterstützt von:
Asociación Identidad Americana, Zürich
ASOPAZ Schweiz
Colonia Libera Italiana Zürich
Euskadi-Komitee, Zürich
Infoladen Kasama, Zürich
Komitee Stopp dem Rassismus, Zürich
Netzwerk RESISTENCIA, Zürich
Radio LORA, Zürich
Mediengewerkschaft COMEDIA
Patriotische Revolutionäre Organisation Bethnahrin (PROB)
TKP, Zürich
Partei der Arbeit, Zürich
Partei der Arbeit Basel (1944)
Partei der Arbeit, Schweiz
Proletkult, Zürich
Vereinigung Schweiz-Cuba, Zürich
1.-Mai-Komitee, Zürich
ZAS, Zürich
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Dienstag, 12. Oktober
AKTION GEGEN DIE US-MILITÄRINTERVENTION IN KOLUMBIEN
Besammlungsort: 17 Uhr, Paradeplatz, Zürich
Nein zur US-Intervention in Kolumbien !
Ja zur internationalen Solidarität mit dem kolumbianischen
Volk !
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